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Essen und Trinken

 
 
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Wollmispel - Loquat
 

Hier finden Sie Informationen über Obst, Gemüse, Kräuter und tierische und pflanzliche Produkte, die häufig auf Kreta in der Küche verwendet werden.

 

 

 
  Obst    
  unreife Granatäpfel und Blüten  

Granatapfel

Saison: September, Oktober, November

Laut der griechischen Mythologie war Persephone so von den juwelenähnlichen Kernen des Granatapfels beeindruckt, dass sie die verbotene Frucht nahm und aus diesem Grund dazu verurteilt wurde, einen Teil jeden Jahres in der Unterwelt zu verbringen.

Im Alten Testament wächst der Granatapfelbaum im Garten Eden und ist das Symbol der Fülle des Lebens. Die alten Ägypter wurden mit Granatäpfeln begraben, als Versicherung für einen sicheren Übergang und Wiedergeburt.

Die Babylonier glaubten, dass das Kauen von Granatapfelkernen die Soldaten vor dem Kampf unbesiegbar machten und die alten Chinesen meinten, dass Granatäpfel ein langes Leben garantierten und sogar unsterblich machen könnten.

Heute bestätigen Studien die gesundheitlichen Wirkungen des Granatapfels.
Zu keiner anderen Pflanze wurden bisher mehr ernährungsphysiologische Studien durchgeführt. In den letzten Jahren wurden mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten über den Granatapfel veröffentlicht.
Hier finden sie weitere Informationen rund um "Das Gesundheits-Allround-Talent"

 
  Walnuss  

Walnuss

Saison: Ernte September und Oktober

Ursprünglich stammt die Walnuss aus Persien. Auf Handelswegen wanderte sie schon vor mehr als ungefähr 3000 nach Griechenland. Der Walnussbaum erreicht meist Höhen bis zu 20 m. Walnussbäume beginnen ab einem Alter von 10 bis 20 Jahren Früchte zu tragen.

Die Früchte reifen hier im September bis Anfang Oktober zu Walnüssen. Sie sind reif, wenn die grüne fleischige Umhüllung aufplatzt und die Nüsse zu Boden fallen. Die Ernte erfolgt durch Schütteln der Bäume und das Auffangen der Nüsse in unter dem Baum ausgebreiteten Netzen. Nach der Ernte werden sie getrocknet, von den Resten der äußeren grünen Hülle befreit und wieder zum Trocknen ausgelegt. Spätestens ab November sind sie den ganzen Winter über auf den Wochenmarkten erhältlich.

Spezialität auf Kreta:
Griechischer Joghurt mit Thymianhonig und
Walnusskernen und Thymianhonig mit eingelegten Walnüssen sowie
grüne (unreife) Walnüsse in Sirup.

Hier finden sie einen Artikel zum Thema: "Wundermittel" Walnüsse

 
  Esskastanien  

Esskastanien - Maroni - Edelkastanie

Saison: ab Oktober

An jedem dritten Sonntag im Oktober findet in dem kleinen Örtchen Elos, in der Nähe von Kissamos, im Nordwesten Kretas das Fest zur Feier der Kastanie statt. Maroni werden hauptsächlich im Westen der Insel kultiviert, da das Klima für die Bäume hier am günstigsten ist. Ursprünglich stammt der Baum aus Mittelasien. Die Römer brachten vor allem wegen des harten Holzes bis nach England.

Maronen enthalten hochwertiges Eiweiß und weniger Fett als andere Nüsse. Und sie sind reich an den Mineralstoffen und Spurenelementen Kalium, Calcium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Magnesium, Kupfer, Mangan. Maronen enthalten aber auch die Vitamine E, C, alle B-Vitamine und Betacarotin. Man kann Esskastanien nicht roh verzehren. Sie müssen erhitzt werden: geröstet oder gekocht. Nur dann kann die Stärke aufgeschlossen werden, sodaß wir sie verdauen können.

 
  Wollmispeln  

Woll - Mispeln (Loquat, auf Griechisch: Mousmoulo, Musmulo (pl: Musmula) oder Mespola)

Saison: Mai, Juni und Juli

Die Mispel ist ein Rosengewächs und wird dem Steinobst zugerechnet. Sie ist ursprünglich in Asien (Japan) heimisch und wurde wahrscheinlich schon von den Kulturvölkern Kleinasiens und Persiens angebaut. Der Wollmispelbaum ist immergrün und erreicht Höhen von etwa 7 bis 10 Metern.

Von weitem sehen sie aus wie Aprikosen und schmecken wie eine Mischung aus Aprikosen und Pflaumen. Sie haben eine dünne gelbe Schale, die leicht abzuziehen ist. Unreif schmeckt die Frucht sehr sauer. Reife Früchte erkennt man an kleinen braunen Flecken auf der Schale, sie sind kein Zeichen von Verderb. Die Früchte auf Kreta enthalten zwei bis dreiharte, glatte Kerne, es können jedoch bis zu zehn werden.

Wollmispeln können roh oder gekocht, mit oder ohne Schale gegessen werden. Gedämpft sind sie besonders aromatisch. Sie werden vorwiegend in Fruchtsalaten, Kuchen oder als Gelee oder Marmelade verarbeitet. Die Kerne werden gemahlen als Gewürz verwendet. Darüber hinaus kann man sie als Kaffeeersatz rösten.

Die Früchte enthalten viel Kalium und Vitamin A und haben eine harntreibende Wirkung.

Mehr Bilder der Mispel können sie hier sehen...

 
     
  Orangen  

Orangen

Saison: Ernte von November bis Ende Juli

3 verschieden Sorten von Orangen sorgen fast das ganze Jahr über für frischen Nachschub.

Die ersten können ab November genossen werden, dann folgt die nächste Sorte von März bis Ende Mai, dabei sind die kleineren die saftigeren. Und die 3. Sorte kann bis Ende Juli geerntet werden.

Weitere interessante Informationen zur Orange hier!

 
 
 
   

Zitronen

Saison: Haupternte von November bis April

Die Zitrone, auch Limone genannt, ist die Frucht des immergrünen Zitronenbaumes und stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Indien. Von dort kam sie über China, genau wie die Orange, in den Mittelmeerraum, wo sie auch heute sehr stark vertreten ist.
Es gibt weit über hundert Zitronenarten. Sie unterscheiden sich in der Dicke der Schale, dem Saftanteil und im Geschmack. Die Zitrone muss nicht unbedingt eine gelbe Farbe haben, um reif zu sein - sobald sie eine glänzende Schale aufweist, kann sie geerntet werden. Eine weitere Besonderheit des Zitronenbaumes ist, dass dieser ganzjährig sowohl Blüten als auch Früchte trägt.
Auf Kreta steht in fast jedem Garten ein Zitronenbaum, deshalb ist es auch nicht verwunderlich, das viele Speisen Zitrone beinhalten. So werden Suppen mit einer Ei-Zitronensauce legiert, Fleischschmorgerichte mit Zitrone verfeinert, Hülsenfruchtspeisen mit Zitrone aromatisiert und Olivenöl zusammen mit Zitronen gepresst.

 
  Kaki  

Kaki - Dattelpflaume (griechisch: Lotos)

Saison: November

Die Dattelpflaume stammt aus den subtropische Regionen Ostasiens, vermutlich ursprünglich aus China und Japan.

Die Beerenfrüchte sind bis 6 Zentimeter groß und gelb bis orange gefärbt. Sie enthalten etwa 6-8 Samen.

 
  Quitten  

Quitten (Cydonia oblonga)

Saison: Oktober bis Dezember

Ihren botansichen Namen verdankt die Quitte der Stadt Kydonia, heute Chania, im Nordwesten Kretas. Die Quitte ist außerdem Namensgeber für unser Wort Marmelade. Es entwickelte sich aus dem portugiesisch Wort "marmelo" für Quitte, das sich wiederum vom griechischen Wort "melimelon" (Honigapfel) ableitet.

Die Quitte, auch Baumwollapfel genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Je nach Sorte sind die Früchte apfel- oder birnenförmig und können auch einen samtigen Belag haben, der sich leicht abreiben lässt. Die Schale unter dieser Schicht ist mit einer feinen Wachsschicht überzogen.

Das Herkunftsland der Quitte ist der Iran und Südostarabien. Von dort breitete sie sich in der Antike als Nutzpflanze aus. Bei den Griechen war sie das Sinnbild von Liebe und Fruchtbarkeit.

Die Quitte enthält Pektine, Amygdalan, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Emulsin, Vitamin C und Öl. Durch ihre Inhaltsstoffe wirkt sie kräftigend auf die Schleimhäute und lindert dadurch allergische Reaktionen. Frische Quitten als Kompott zubereitetwird bei Magen- und Lungenerkrankungen eingesetzt. Aus den Samen gewonnener Schleim, soll bei Husten, bei rissiger Haut, bei wunden Brustwarzen helfen und bei Verbrennungen als Umschlag lindern wirken.

Auf Kreta wird aus der Quitte ein Mus hergestellt, sie wird zu Glykos (Löffelsüßigkeit) oder zu Marmelade verarbeitet oder eingekocht. Quittenprodukte werden sowohl zu Fleischspeisen, wie auch zum Nachtisch gereicht.

 
  gelbe Bergamotten  

Bergamotte (Citrus bergamia)

Saison: Januar bis März

Die Bergamotte ist so groß wie eine Orange, jedoch gelb. Sie hat wenig, zumeist grünliches Fruchtfleisch und eine dicke weiße Schicht unter der Schale. Das Fruchtfleisch ist in zahlreiche Segmente unterteilt, es hat einen sehr sauren und leicht bitteren Geschmack und zumeist keine Kerne.
Die Bergamotte hat einen frischen, klaren und spritzigen Duft. Die Ernte wird fast ausschließlich zur Gewinnung der sogenannten Essenz eingesetzt, die über 350 verschiedene Aromen enthält. Es ist Bestandteil zahlreicher Parfüms, hat aber auch vielfältige Heilwirkungen, da es Krankheitserreger abtötet und gleichzeitig entspannend wirkt.

Verwendung als Lebensmittel
Aus den Produktionsresten der Bergamotte-Ernte werden in der Regel in einem zweiten Verwertungsgang noch Säfte und Schnäpse hergestellt. Die Griechen legen Bergamotte in Zuckersirup ein und die Marmelade ist eine weitere Spezialität.
Earl Gray wird mit Bergamotte aromatisiert.

Der Bergamotte werdfen folgende Heilwirkungen zugeschrieben:
angstlösend, antiseptisch, antiviral, beruhigend, entspannend und krampflösend.

 
  Bananenbuendel  

Bananen aus Kreta

Saison: April und Dezember

Die kretische Banane schmeckt auf Grund ihres niedrigeren Wasseranteils etwas süsser und fruchtiger als die Bananen, die man in Deutschland erhält. Sie ist kleiner (10 cm) als die "Norm-Banane" und wird nur auf Kreta vermarktet.

Hauptsächlich werden sie um Ierapetra und um Malia angebaut. Dort werden diese auch an Strassenständen verkauft. Ansonsten bekommt man sie überall auf Kreta im Supermarkt und auf den Wochenmärkten. Zumeist kann man sich die gewünschte Anzahl vom Bündel selbst abschneiden.

 
 

 

GEMÜSE

 

 
  Wlita - Amaranth  

Wlita oder Vlita = Amaranth - (Amaranthus: griech. unsterblich, Familie der Fuchsschwanzgewächse)

Typisches kretisches Blattgemüse.
Ernte: Juli, August

Amaranth kommt ursprünglich aus Mexiko. Wahrscheinlich ist nach nach Europa als Unkraut mit Maissamen(Die Samen eingewandert. Heute wird er auf Kreta in vielen Gärten angebaut. Es ist schellwüchsig und man kann die Blätter und Stiele essen.
Wegen seines guten Wachstums bei starker Sonne und Wärme nutzt er vorhandenen freien Stickstoff im Boden besser aus und sammelt kein Nitrat an. Außerdem ist er arm an Oxalat.
Wlita hat einen starken angenehmen Eigengeschmack. Sein Anbau ist völlig problemlos, denn er hat bei uns keine Schädlinge oder Krankheiten.
Die Blätter und Triebe sehen in jedem Wachstumsstadium appetitlich aus und sind auch dann noch zart und schmackhaft wenn die Pflanze 50 bis 80 cm groß ist und die Stiel Daumendick.
Wlita hat dunkelgrüne Blätter an langen hellgrünen Blattstielen. Geschmacklich erinnert es an eine Mischung aus Rucola und Mangold. Roh ist er nicht genießbar, evtl. Bitterstoffe (bei ausgewachsenen Pflanzen möglich) werden durch die Zubereitung verringert.

Rezepte dazu finden sie unter dem Link Rezepte

Die Samen sehen aus wie Senfsaat (oder Hirse oder Qinoa) und werden weltweit als Getreide genutzt. Die Körner sind vielseitig verwendbar und entfalten beim Kochen einen nussigen Geruch. Sie werden gemahlen in Backwaren verwendet, oder im ganzen in Suppen, Gemüsepfannen, Aufläufen und Süßspeisen.

 

 
   

Chorta - Wildkräutergemüse ("Einmal quer durch die Wiese" ;-))
Verschiedene wildwachsende Kräuter

Ernte: Ganzjähig
Gemischte grüne Blattplanzen zumeist werden z.B. in Teigtaschen, als Quiche und als Gemüsebeilage, in Suppen und Salaten verarbeitet.

Dazu werden je nach Jahreszeit genommen: Zichorie, dornige Wegwarte, Nadelkerbel, Wasserkresse, Wolfsmilch, Gänsedistel, Rauke, Bocksbart, Vogelmilch (Milchstern), Spinat, Kapuzinerkresse, Fenchelgrün, weißer Senf, Zirmet, Rote Beete Grün, Portulak, Brennessel, Goldwurzel, Schmerwurz, Sauerampfer, wilder Porree, Löwenzahn...

 
  Goldwurzel  

Goldwurzel (Gelblühender Korbblütler- sieht der Mariendistel ähnlich)

Ernte: Januar - April
Man isst die jungen Blätter (von den Dornen befreit) und die Wurzelrinde.
Goldwurzel wurde früher von vielen anstelle von Spargel gegessen. Man kann ihn kochen, oder in Chorta (s.o.) zusammen mit anderen Wildkräutern zubereiten, als Püree zu Fleisch reichen oder in Ei-Zitronensoße gegart essen.

Goldwurzel wurde schon in der Antike gegessen. Von Hesiod wird sie bereits erwähnt. Wurde in der Medizin, in Wein gekocht als Harntreibendes Mittel und gegen Körpergeruch eingesetzt.

In der Volksmedizin wird zumeist als Absud eingesetzt: gegen Nierensteine, Arthitis, Magen-Darm Beschwerden und Hautprobleme.

 

 
  Hyazinthenzwiebeln  

Hyazinthenzwiebeln

Werden hauptsächlich in Essig eingelegt als Vorspeise gegessen (Volvoi)

Rezept: 1 kg Hyazinthenzwiebeln, 2 Tassen Essig, 2 gestr. Eßl. Salz -
Hyazinthenzwiebeln schälen und knapp mit Wasser bedeckt 15 Minuten kochen. Das Kochwasser wegschütten und das noch 2 mal mit frischen Wasser wiederholen. Nun die Zwiebeln in ein Großes verschließbares Glas abfüllen, Salz und Essig dazugeben und das Glas verschließen. Man kann auch zur weiteren Konservierung noch vor dem Verschließen etwas Olivenöl daraufgeben. - Mit frischem Dill, kleingehacktem Knoblauch und Olivenöl servieren.

 
  Artischocke  

Artischocken

Saison: Frühjahr und Sommer

Artischocken sind auf Kreta ein sehr beliebtes Gemüse. Sie werden meist nicht als alleiniges Gemüse gereicht sondern als Mischgemüse, sowohl als Beilage oder als Vorspeise.

Artischocken sind reich an Eiweiss, Vit. A, B1, B2 und C, sekundären Pflanzenstoffen, verschiedene Enzyme sowie Tannin und Cyanin. In Kreta werden Artischockenböden sogar roh gegessen, z.B. zum Raki. Für Salate werden die Böden zuerst in Wasser gekocht. Als Vorspeise werden sie mit Saubohnen und Tomatensoße gereicht. Beliebt sind sie auch in der Zubereitung mit Fisch, Fleisch, Reis, Erbsen, Dill oder Schnecken.

Lange Zeit nutzen die Griechen nur die wilde Artischocke als Gemüse. Vor allem Soldaten auf den Feldzügen nutzten das stachelige "Unkraut". (Ptolemäus) Auch heute sind sie noch beliebt. Da sie jedoch sehr bitter sind, werden sie zuerst in Salzwasser eingelegt.

In der Medizin werden Artischocken vor allem bei Leberleiden, Leberunterfunktion, Gelbsucht und Verdauungsproblemen eingesetzt. Auch bei Diabetes, Arteriosklerose, Harnverhalten, Hautproblemen oder Anämie wird sie angeboten.

 
  Portulak  

Portulak

Saison: Juni-August

Der in Kreta alltäglich verwendete Potulak hat einen leicht säuerlichen Geschmack und wird hauptsächlich in Salaten und als Suppe verwendet. Außerdem wird er als Beilage zu Fleisch und Fisch gereicht und in Essig eingelegtem Gemüse zuzugegeben.

Hippokrates emfahl Portulak bei Problemen mit den Monatsblutungen. Andere Gelehrte gaben ihn bei Zahnfleisch- und Augenproblemen ihren Patienten.

Andere Quellen wiesen ihn als hilfreiches fiebersenkendes Mittel aus, zur Wundheilung und bei Magenbrennen.

Joghurt mit Portulak wird auch heute noch im südöstlichen Mittelmeergebiet als erfrischendes Getränk Fieberkranken gereicht.

 
 
  Xilagurke  

"Xilagurke" (gestreifte Gurke)

Saison: Mai-Juli

Schmeckt wie eine Mischung zwischen Zucchini und Gurke und wird in der Küche auch ebenso verwendet.

 
  Kräuter  
   

Thymian

Der Thymian stammt wahrscheinlich aus Ägypten, schon in Pharaonengräbern fand man Thymianzweige. Es wird angenommen, dass das Kraut im minoischen Kreat importiert wurde, da die Minoer regen Handel mit Ägypten trieben. Er war in der Antike als "Armenkraut" bekannt, da er überall gedieh und somit auch die Ärmsten Zugang zu dem Gewürz hatten. Thymian ist bei den Bienen äußest beliebt. Eine kretische Spezialität ist der Thymianhonig, der zusammen mit dem griechischen Joghurt eine beliebte Nachspeise ist.

Thymian kommt in der Küche häufig vor: in Kräutermischungen für Fleischgerichte, zum Würzen von Essig, Öl oder Butter, in Brot und Gebäck, für Suppen, Saucen, Fisch und Gemüse u.v.m.

In der Heilkunde wird er bei Erkrankungen der Atemwege genutzt, da die Inhaltsstoffe stark antiseptisch, schleimlösend und entspannend wirken.

 
  Salbei  

Salbei (Savia fruticosa, Salvia triloba, Griechischer Salbei)

Wächst auf Kreta wie "Unkraut". Es gibt davon mehrere Sorten die sich in Blüte (weiß-rosa, lila, blauviolett) und Blattform unterscheiden. Alle duften sehr stark, sodass amn schon zwei Meter vorher den Busch riechen kann.

Die Blütezeit ist von April bis Juli, die Ernte von April bis Oktober.

Verwendung: als Tee, als Gewürz von Öl, zum Würzen von Fleischspeisen, (hauptsächlich in Rezepten mit Kalbfleisch), Nudeln und Hülsenfrüchten. Aufgrund seines internsiven Aromas wird er meist in Kräutermischungen verwendet.

Auf Kreta (und in anderen Teilen Griechenlands) werden aus den Galläpfeln Süßigkeiten hergestellt. Auf Kreta werden sie auch roh gegessen. Schon um 1700 erwähnte ein französischer Reiseschriftsteller diese "Lieblingsfrucht" vieler Kinder.

Das Salbei in der Medizin seit jeher eine große Rolle spielt erkennt man schon an der Namensgebung: "Salvare" bedeutet "retten".
Er wirkt unter anderem krampflösend und schweisshemmend. Am häufigsten wird Salbei als Mittel gegen Atemwegserkrankungen erwähnt. Hippokrates setzte ihn ein bei Lungenbeschwerden und verschiedenen Frauenleiden. Salbei wird ausserdem in der Volksmedizin gegen Harnverhalten und als Aphrodisiakum angewendet.
Zudem dient er als Insektizid gegen Motten und Mehlmotten.

 
 
  Basilikum  

Basilikum (Ocimum basilicum)

Sein Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet "basileus = König".

Vor fast jeder Tür auf Kreta findet man einen großen Topf mit Basilikum, zur Vertreibung von Insekten.

 
   

Oregano (Origanum vulgare und Origanum onites - Beide Sorten kommen auf Kreta vor)

"Der Glanz der Berge": Alten Quellen ist zu entnehmen, dass das Wort Oregano sich zusammensetzt aus den Wörten oros= Berg und Ganos= Glanz, Freude.

Hippokrates empfahl Oregano bei Augenleiden, bei Zahnschmerzen, Erkältungen, Atemschwierigkeiten und gynäkologischen Problemen. Der kretische Oregano unterscheidet sich in den Inhaltsstoffen etwas von dem im übrigen Griechenland wachsenden. Er enthält sehr viel mehr Karvakrol und fast kein Thymol. Er wirkt sehr stark antibakteriell! Oregano mit Honig wurde früher als Mittel gegen Husten gegeben, der reine Saft gegen Mandelentzündung und Soor. Er gilt auch als verdauungsfördernd, stärkend und sein Öl wird gegen Juckreiz verwendet.

Auf Kreta ist Oregano (neben der Petersilie) das meist verwendete Gewürzkraut. Getrocknet wird er fast zu jeder Speise genommen und zum Würzen von Olivenöl.

 
  Petersilie  

Petersilie (Petroselinum crispum)

Petersilie ist eins der bekanntesten und weit verbreitesten Kräuter der Welt. Sie wird in Griechenland zu fast allen Gerichten benutzt. Der griechische Satz " Er ist wie die Petersilie" bedeutet sovile wie: "Jemand der überall erscheint, ohne eigentlich erwünscht zu sein"

In der Volksmedizin wird Petersilie bei Atembeschwerden, Haut- und Augenproblemen eingesetzt. Sie wirkt harntreibend, verdauungsfördern, schleimlösend und gegen Blähungen. In der Antike wurde sie schon bei Harnverhalten und gegen Blähungen und als blutflußförderndes Mittel verabreicht.

Petersilie weist einen hohen Gehalt an Folsäure, Vitamin A und C auf.

Auf Kreta wird Petersilie auch als Gemüse verwendet. (z.B. Hühnchen mit Petersilie)

 
 

Johannisbrotbaum

Johannisbrot

 

Johannisbrot - Carob

Erst grüne, später braune bis schwarze bohnenartige Schoten. Name nach Johannes dem Täufer, der sich in der Wüste von Johannesbrot ernährt haben soll. Kerne sollen, wenn trocken, alle das gleiche Gewicht haben und wurden als Gewichtseinheit benutzt. Die Einheit Karat geht darauf zurück.

Aus dem Mehl der Kerne wird als Bindemittel für Soßen, Pudding und Speiseeis sowie als Quellstoff für Schlankheitsnahrung verwendet. Auch in Pharma- und chemischer Industrie gibt es Bedarf. Von den Bauern wird die Schote an Schafe, Ziegen und Esel verfüttert. Die reife Schote ist auch für Menschen essbar, ist sehr süss und verdauungsfördernd.

Das Fruchtfleisch, das so genannte Carob, ist anfangs weich und aromatisch-süß, wird später hart und ist dann lange haltbar. Es wird zu Carobpulver vermahlen, das Kakaopulver ähnlich, aber nicht so bitter ist. Um hochwertiges Carob zu erhalten, werden wegen des häufig bitteren Geschmacks der Enden nur die Mittelteile der Schoten grob zerkleinert, schonend geröstet und staubfein zu Johannisbrotmehl vermahlen.

Der natürliche Zuckergehalt und das spezielle fruchtig-karamellige Aroma des Pulvers erinnern auch geschmacklich an Kakao.

 
       
  Machlepi  

Machlepi (Mahaleb, Mahleb) (ab und zu auch Nelkenpfeffer genannt)

Diese Keimlinge der Felsenkirsche sind hellbeige, tropfenförmig und bis zu 5 mm lang.Sie sind die einzigen Bestandteile der Pflanze, die nutzbar sind. In der mediterranen Küche werden die Keimlinge als Gewürz und Backzutat verwendet. Sie besitzen ein süß-saures, nussiges manchmal leicht bitteres Aroma. Das Pulver der gemahlenen Kerne wird vor allem für Brot und Gebäck jeder Art genutzt.

In all diesen Rezepten werden die Machlepikerne fein gemahlen verwendet. Das Pulver ist wegen seines hohen Fettgehaltes nicht lange haltbar, und es empfiehlt sich, ganze Kerne zu kaufen.

Mahaleb wird nur im östlichen Mittelmeerraum und dem angrenzenden Armenien verwendet, und zwar fast ausschließlich für süße Backwaren. Vor allem in Griechenland liebt man die Kerne für Spezialitäten wie "Tsoureki", ein zopfförmiges süßes Brot, das traditionell nur zu Ostern gebacken wird. Als Gewürz enthält es außer Machlepi auch Mastix, das nur in Griechenland kulinarisch genutzte Harz (s.u.)

Weitere mit Machlepi aromatisierte Spezialitäten sind in Griechenland Hefekuchen (Vasilopita) und Kekse , und in Zypern ißt man zu Ostern einen Machlepi gewürzten süßen Käsekuchen (Flaounes).

 
  Weiteres  
  Krithiraki  

Kritharaki = Orzo (Risi)

kleine reisförmige Nudeln aus Hartweizengrieß ohne Ei.

Sie werden in als Suppeneinlage verwendet oder zu Schmorgerichten serviert. (siehe auch unter Rezepte)

 

Hilopites sind kleine flache Eiernudeln. Sie sind fast quadratisch und sehen aus wie zerschittene schmale Bandnudeln. Werden wie Kritharaki eingesetzt.

 
  Trachanas  

Trachanas (Trahana , Xinohondros)

Diese Teigwaren wird aus Schafsmilchjoghurt mit (Vollkorn-) Hartweizengrieß und Salz hergestellt. Sie ist getrocknet lange haltbar.

Trachanas dient vor allem als Suppenbasis und wird häufig mit Zwiebeln oder Tomaten zubereitet . (s.a. unter Rezepte)

Auf Kreta werden Trachanas auch statt Joghurt mit Milch und ohne Salz gemacht. Der Brei wird dann vor dem Trocknen mit den Händen zu größen Stückchen verarbeitet. Bei Herstellung dieser Trachanas wird die Milch leicht sauer. Die Stückchen werden nach dem Trocknen auch als Süßigkeit genossen.

Es gibt einen Ausdruck im Griechischen: "Ich finde dich Trachanas" was so viel bedeutet wie "Du bist mir piepegal"!

 
  suesse Kruemel  

Kolliva - KOLLYVA - Coliva- Süße Krümel

Die Zutaten können variieren:
Die Grundlage sind gekochte Weizenkörner vermischt mit blanchierten zerkleinerte Mandeln, gerösteten zerhackten Haselnüssen, geröstete Sesamsamen, gerösteten zermahlenen Kichererbsen, Rosinen, getrocknete Granatapfelkerne, zerkleinerten Baisers, Zimt, Nelken, kleingehackte Petersilie. Zur Dekorationen werden Liebesperlen, bunte Zuckerstreusel, kleine Schokokugeln, aber auch dragierte Mandeln, getrocknete Granatapfelkerne oder Sesamen genutzt.

Die Zutaten werden zu einem viereckigen flachen Kuchen zusammengedrückt. Die Oberfläche wird zum Beispiel mit einem Kreuz dekoriert.

Traditionell wird dies bei kirchlichen Feiern, vor allem Trauerfeiern aber auch bei Geburten oder Hochzeiten gegessen und als Gastgeschenk mitgegeben.

Heutzutage wird diese Mischung auch anstatt Müsli zum Frühstück gereicht.

 
   

Paximadi - (kretischer Zwieback)

Paximadi ist ein zweimal gebackenes Gerstenbrot in dicken Scheiben. Normalerweise ist es nicht süß, steinhart und sehr lange lagerfähig. Vor der weiteren Verwendung wird es zunächst ca. 1 Minute in Wasser eingeweicht und anschließend das überschüssige Wasser abgeschüttelt. Nun kann es nach Belieben benutzt werden.
Hier einige Beispiele:

  • Mit Salz, Kräutern und Olivenöl
  • Mit Tomatenstückchen, Salz, Öl und Feta - zum Rezept
  • Mit Thunfisch und Mayonnaise
  • Mit Tomaten, Kräutern und Zwiebeln
  • Mit Frischkäse und Kapern .....

Es gibt inzwischen auch süße Varianten zu kaufen und kleinere Paximadi die ähnlich wie die italienischen Biscotti nach Mandel oder Zitrone schmecken.

 

 
 

Karotten in Zuckersirup

eingelegte Pistazien

 

Löffelsüßigkeiten

Ein weiterer wichtiger Bereich traditioneller griechischer Süßspeisen sind die einzigartigen „Löffelsüßigkeiten“.

Jede beliebige saisonale, frische griechische Frucht, jungen, unreifen Nüssen (noch mit weichen Schalen) und sogar bestimmten Gemüsesorten wie Babyauberginen und Kürbis, werden mit Zuckersirup eingelegt.

Man nennt sie Löffelsüßigkeiten, da sie auf einem kleinen Teller serviert und mit einem Teelöffel gegessen werden.

 

  loukoumi  

Loukoumi

ist eine griechische und auch türkische Süßspeise. Es handelt sich um Fruchtgeleewürfel in aus den verschiedensten Fruchtsäften. Es gibt sie mit und ohne Nüsse oder Mandeln.

Zum Teil werden sie noch zusätzlich gefärbt.

Diese bunten Geleewürfel werden zum Schluß in Puderzucker gewälzt damit sie nicht zusammenkleben.

Loukoumi werden traditionell mit Mastix (s.u.) hergestellt.

 
 

Mastix

 

Mastix
ist das Harz des im Mittelmeerraum und in Griechenland beheimateten Schinos- oder Mastixbaumes (Pistacia lentiscus) aus der Familie der Sumachgewächse. Der größte europäische Mastixproduzent ist die griechische Insel Chios.
Die heilende Wirkung des Harzes war schon in der Antike bekannt und ist von Ärzten und Historikern häufig beschrieben worden. Von ihm wird das Harz gewonnen, das als altbekanntes Heilmittel (Adstringens) und zur Gummigewinnung bekannt ist.

Seit einigen Jahren untersuchen griechische und internationale Universitäten wissenschaftlich die Wirksamkeit dieses botanischen Wunders, bei Krankheiten wie Magengeschwür, Diabetes oder zu hohen Cholesterinwerten. Mastix wird neben Anis, Fenchel, Zimt u.a. auch als Aromaträger dem bekannten griechischen Schnaps Ouzo zugegeben. Darüberhinaus dient Mastix als Kleber für Theaterbärte, als Kaugummi (ELMA) , als Bestandteil von Firnissen und Lacken und als Würze für Süßigkeiten und Gebäck.

Mastix war bereits in der Antike ein begehrtes und vor allem teures Handelsgut, während der minoischen Kultur gab es auf Kreta eine eigene Flotte für den Export des Harzes. Noch heute spielt Mastix eine große Rolle als Räuchermittel der griechisch-orthodoxen Kirche, wo es zusammen mit Weihrauch und anderen Aromastoffen zur Altarweihe verwendet wird. Verräuchert duftet Mastix harzig mit frischer, zitroniger Note.

 
       
  kretisches Meersalz  

Kretisches Meersalz

Vor allem an der Südküste Kretas wird Meersalz gewonnen. Auf Kreta wird in kleinen Mengen Fleur de Sel, grobes und feines Meersalz geerntet.

An einigen Stellen wird Meerwasser in Sammelbecken geleitet, wo es durch die südliche Sonne langsam verdunstet bis das Salz am Boden der Salinen kristallisiert. Dann wird es schonend gereinigt und anschließend nochmals getrocknet. Zur Gewinnung der Salzblume wird die oberste Schicht verwendet und per Hand abgeharkt.

Oft wird das Salz jedoch gesammelt. In natürlich entstandenen kleinen Felsmulden bleibt Meerwasser zurück. Durch die Sonne trockenen die Pfützen aus und Meersalz bleibt zurück. Die Salzsammler kennen die Stellen und sammeln das Salz in kleinen Mengen regelmäßig auf.

Das Meersalz aus Kreta ist sehr aromatisch und reich an wichtigen Mineralstoffen.

 

 

 

 
  GETRÄNKE    
 

Trinkwasser Kreta

Wasserversorung Kreta

 

Wasser

Es ist sehr schwierig etwas über die Wasserqualität auf Kreta zu ermitteln.
Hier einige allgemeine Ergebnisse meiner Rechereche:
In den letzten Jahren sind auch Dank europäischer Fördergelder Speicherseen und Kläranlagen entstanden. Jedoch sind die Wassereinzugsgebiete der Seen keine Wasserschutzgebiete. Es gibt weder bei den Abwässer der Kommunen noch des Gewerbes in der Wassereinzugsgebieten eine Klärung.

Die Trinkwasserqualität auf Kreta:
Grundsätzlich ist das Leitungswasser auf Kreta überall trinkbar! In ei nigen Hotels wird es vorsorglich gechlort! Es ist trotzdem trinkbar, jedoch Geschmackssache!
Die Einwohner Kretas holen sich häufig ihr Wasser einmal pro Woche aus den Quellen ihrer Gegend.

Mineral- und Tafelwasser aus Kreta:
Die bekanntesten Wasser aus Kreta sind: ZAROS, SAMARIA und CLUB KRINI. Sie werden in Plastikflaschen abgefüllt verkauft. 2007 wurden die Wässer Stichprobenartig untersucht und dabei stellte sich heraus, das SAMARIA die beste Qualität hatte, bzw. mikrobiologisch einwandfrei war.

Wichtig beim Einkauf ist es darauf zu achten, dass man möglichst kein Wasser kauft, das in der Sonne gestanden hat! Zum einen können sich evtl. vorhandene Keime durch die Wärme gut vermehren und zum anderen, können bei Hitze Stoffe (Acetaldehyd) aus dem Plastikmaterial in das Wasser übertreten. Es konnte bisher nicht nachgewiesen werden, ob die Stoffe aus den Plastikflaschen, die bei Hitze in das Wasser übertreten können, gesundheitlich unbedenklich sind.

Hier finden sie einen Artikel zum Wasser auf Kreta.

Hier finden Sie eine pdf-Datei mit den Inhaltsstoffen der Mineral- und Tafelwasser aus Kreta

Weitere Wässer aus Kreta: Rizitiko (Tafelwasser), "Quelle Sterna" , Loutraki (Mineralwasser), Lyttos (Tafelwasser, abgefüllt von Coca-Cola, Heraklion), fagari (Tafelwasser aus Temenos) und Selinari

 
   

Kretischer Bergtee (Sideritis syriaca)

Das auch "Mountaintea" oder "Malotiri" genannte Kraut wächst nur auf Kreta. Die Pflanze hat flaumige Stengel, mit lanzettförmigen Blätter. Die Blüten sind gelb und in lockereren "Quirlen" angeordnet. Es wird hauptsächlich als Tee verwendet.

Auf Grund der zahlreichen Flavonoide wirkt der Bergtee günstig auf das Herz- und Kreislaufsystem. Die Volksmedizin empfiehlt ihn bei Harnverhalten, Verdauungsstörungen, Erkältungen, Husten (mit Thymianhonig gesüsst) und bei Atemschwierigkeiten.

Der Tee wurde früher auf Kreta zum Frühstück gereicht und häufig noch mit dem kleinblättrigen Oregano (dieser hat einen leichten Lavendelduft) abgeschmeckt.

 
  Diktamus  

Diktamus (Kretischer Diktam, Origanum dictamnus)

Eine Pflanze, die nur auf Kreta wächst! Auch heute noch ist sein Ruf als Heilmittel legendär!

Dieser niedrige Strauch hat eiförmige Blätter, die mit einem dichtem, weißem Flaum überzogen sind. Die Blüte (Blütezeit: Juni bis Oktober) ist weiß-rosa. Diktam wird auf Kreta kultiviert, was ihn vor dem Aussterben bewahrt hat, da sein hoher Preis, die Menschen zeitweise dazu veranlasste, die Pflanze durch übermäßiges Sammel fast auszurotten. (Früher wurde für ein Kilogramm Diktamus ein ganzes Goldpfund gezahlt.)

Auf Kreta ist Diktamus auch als "Liebeskraut" bekannt, im Altertum als "Lippe der Aphrodite". Seinen Ruf als Liebestrank hat er auch heute noch!

Der Hauptwirkstoff im Diktam ist das Karvakrol, das keintötende Wirkung hat. Diktam galt schon immer als heiliges Wundheilmittel. Hippokrates verwendete in als Geburtförderndes Mittel. In der Volksmedizin wird er als Wickel zur Wundbehandlung und bei Bauch- und Halsschmerzen verwendet.

Er wird hauptsächlich als Tee getrunken. Daneben wird er zum Würzen von Weinen genutzt und von alkoholhaltigen Getränken (Benediktiner, Martini & Rossi).

Zwei berühmte Geschichten über Diktamus:
Virgil berichtet: Äneas, der Sohn der Göttin Aphrodite, ging nach der Schlacht von Troja nach Italien, wo er bei der Gründung Roms half. Bei einer Schlacht wurde er schwer verletzt. Seine Mutter eilte nach Kreta um Diktam zu sammeln. Damit rieb sie ihren Sohn ein, worauf der Pfeil, der ihn getroffen hatte, entfernt werden konnte und die Schmerzen aufhörten.

Eine ähnliche Geschichte gibt es von Aristoteles, der berichtete, das ein Ziege, die von einem Pfeil angeschossen wurde, sich selbst rettete weil sie Diktamus frass.

In der Antike galt das Kraut auch der Göttin Eileithiias (bzw. Elefthias) zugeordnet, der Göttin, die den Frauen bei der Geburt half. Es gibt eine Statue der Göttin mit einem Diktamuskranz auf ihrem Haupt.

 
 
     
 
 

 

  Tierische Produkte:
Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Schnecken
   
      Honig - Bienen
   

Eines der wichtigsten Ausstellungsstücke des Archäologischen Museums Heraklion ist ein Goldschmuck, der zwei Bienen darstellt. Diese Bienen bezeugen die Beziehung, die die Kreter zu den Bienen hatten. Es handelt sich um die kupferfarbene Biene, auf die sich die antiken Dichter beziehen, jene Biene, die ihr Nest in der Höhle hatte, in der Zeus geboren sein soll. ...


     


 
  kretische Schnecken  

Schnecken (kretische Weinbergschnecken)

Schnecken sind auf Kreta ein uraltes Nationalgericht. Bei Ausgrabungen minoischer Essplätze fand man leere Schneckengehäuse.

Ab August erhält man auf dem Markt und in den kleinen Supermärkten frische Schnecke.

Sie enthalten reichlich Omega 3 Fettsäuren.

 

Die Gesundheit der Kreta wird auch auf den Verzehr von Schnecken zurückgeführt.

 
  frischer Fisch  

 

 

Informationen zum Thema Fisch und Meeresfrüchte finden sie hier (KLICK)

 

 
   

Taramas - Fischrogencreme

Dieser "Salat" aus gesalzenem Fischrogen ähnelt eher einer würzigen Mayonnaise.
Der Rogen stammt zumeist vom Kabeljau (oder vom Karpfen) und schmeckt nur leicht nach Fisch. Oft wird er in halbierten Eiern serviert.
Taramasalata ist normalerweise leicht rötlich, beige oder fast weiß. In der kommerziellen Herstellung wird oft rote Lebensmittelfarbe verwendet, die dem Produkt dann eine knallrosa Farbe verleiht.

Eine leichte und leckere Beilage zu Mezedes oder als Dip zu Weißbrot, Baguette, Fladenbrot und Kritsinia.

Das Rezept finden sie unter der Rubrik "Rezepte"

 
  Schafe und Lamm auf Kreta  

Schafe und Lamm

Infos folgen in Kürze

 
  Kühe auf Kreta  

Kühe

Kühe sind auf Kreta eine Rarität!
Auch wenn man auf der Strasse oft einem gelben Achtungsschild mit einer schwarzen Kuhsilhouette darauf begegnet, so gibt es dennoch sehr wenige Rinder/Kühe. Das Schild bedeutet ACHTUNG WILDE ZIEGEN! Wahrscheinlich aus Kostengründen werden die Kuhschilder verwendet.

Milch, Produkte aus Kuhmilch, Rindfleisch und Fleischprodukte werden zum größten Teil eingeführt.